Tag des Waldes: Verband Wald Aargau feiert sein 100-jähriges Jubiläum

Der Aargauer Verband der Waldeigentümer präsentiert im Wynecenter in Buchs seine Jubiläumsschrift und enthüllt eine neue Skulptur. Regierungsrat Stephan Attiger (FDP) richtet eine Grussbotschaft an die Waldbesitzer und dämpft gleichzeitig deren Hoffnung auf mehr Unterstützung durch den Kanton.
Vreni Friker, ehemalige Grossratspräsidentin (SVP) und Präsidentin von Wald Aargau, eröffnete den Anlass: «Der Wald braucht den Menschen nicht, aber wir brauchen den Wald», sagte sie vor den versammelten Gästen und Waldeigentümern im Wynecenter. Die Erwartung von Wald Aargau sei, so Friker weiter, «dass die sogenannten gemeinwirtschaftlichen Leistungen, von den Bestellern gegenüber den Waldeigentümern kostendeckend finanziert werden».

Wald soll erhalten und aufgewertet werden
Stephan Attiger (FDP), Regierungsrat und Vorsteher des Departements Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau, durfte die Jubiläumsschrift der Waldeigentümer entgegennehmen, nachdem die Autoren unter der Leitung des ehemaligen Leiters Wald des Kantons, Alain Morier, einige Worte an die Gäste gerichtet hatten. Attiger, selbst Sohn eines Försters, dankte den Waldeigentümern für ihre Arbeit und ihr Engagement.

Der Regierungsrat blickte auf deutlich mehr als hundert Jahre Wald im Aargau zurück, denn das Inkrafttreten des ersten Forstgesetzes im Kanton datiert auf das Jahr 1860. «Damals hatte der Wald einen anderen Stellenwert, mit der Holznutzung im Vordergrund.»

Nachhaltigkeit, ein Begriff, der heutzutage wieder in aller Munde ist, sei indes nicht von den Naturschutzverbänden, sondern von den Förstern erfunden worden, so Attiger. Der Wald soll weiter erhalten und aufgewertet werden, sagte der Umweltdirektor. Insbesondere die Lenkung von Freizeitaktivitäten in Aargauer Wäldern sind dem Regierungsrat ein Anliegen, das er auch an die Waldeigentümer richtet. «Die Infrastruktur muss so bereitgestellt werden, dass die Bevölkerung sie annimmt», so Attiger.

Dies insbesondere vor dem Hintergrund der im November 2018 verlorenen Abstimmung über die Waldinitiative, für die Wald Aargau geweibelt hatte. Die Initiative hatte mehr Geld vom Kanton für die Waldeigentümer verlangt. Am Ende wurde der indirekte Gegenvorschlag der Regierung angenommen, dazu wurden zusätzliche Mittel gesprochen.

Verantwortung bleibt bei den Gemeinden und dem Verband
Attiger sieht die Verantwortung für die Finanzierung von Freizeitaktivitäten in Aargauer Wäldern auch weiterhin bei den Gemeinden und den Waldeigentümern − und nicht beim Kanton. «Wir wollen die Verantwortung bei den Waldeigentümern behalten», sagte Attiger. Die Leistungen der Eigentümerinnen und Eigentümer sollen aber auch entschädigt werden, so der Regierungsrat. Es sei darum wichtig, dass die Gemeinden und der Verband Wald Aargau weiter Gespräche führten.

Nach der Grussbotschaft des Regierungsrats und einer musikalischen Einlage der Jagdhornbläser Hallwyl wurde die Jubiläums-Holzskulptur, geschnitzt durch den pensionierten Förster Werner Sonderegger, durch Regierungsrat Stephan Attiger enthüllt. Verbandspräsidentin Vreni Friker wies im Ausblick zudem auf verschiedenste Anlässe im Jubiläumsjahr hin, wie zum Beispiel den Erlebnisparcours in Unterentfelden mit rund 4000 Schülern und den Aargauer Holzerwettkampf. Zentrales Element sind die Aargauer Waldtage vom 15. bis 21. August.

Hans-Caspar Kellenberger – Zofinger Tagblatt
Der Aargauer Verband der Waldeigentümer präsentiert im Wynecenter in Buchs seine Jubiläumsschrift und enthüllt eine neue Skulptur.

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Der Aargauer Verband der Waldeigentümer präsentiert im Wynecenter in Buchs seine Jubiläumsschrift und enthüllt eine neue Skulptur…

Hans-Caspar Kellenberger – Zofinger Tagblatt